dekodiert selbstgemacht: Die unsichtbare Ökonomie

Prompt Kit Companion zu: Die unsichtbare Ökonomie

Vier Prompts zum Artikel "Die unsichtbare Ökonomie." Teste die Agent-Sichtbarkeit deines Unternehmens, analysiere deine Abhängigkeit von Informationsasymmetrie, führe den Gebrauchtwagen-Test für deine Branche durch und kalkuliere, wann Agent Commerce für dich relevant wird.

Was der Prompt tut

Prüfe in 15 Minuten, wie sichtbar dein Unternehmen für die Agent-Schicht des Webs ist -- von Finden über Verstehen und Bewerten bis zum Kaufen.

Wann nutzen

Zum Selbsttest oder als Team-Übung für Directors, VPs und Heads of Digital, die wissen wollen, ob ihre Produkte für Agenten existieren.

Was du bekommst

Einen Agent-Readiness-Score in vier Stufen mit konkreten Handlungsempfehlungen pro Stufe.

Du bist ein autonomer AI-Agent. Deine Aufgabe: Finde, bewerte und kaufe [PRODUKT/DIENSTLEISTUNG] von [UNTERNEHMEN] in [BRANCHE].
Arbeite dich durch diese vier Stufen und dokumentiere, wo du scheiterst:
**STUFE 1 — FINDEN** Kannst du das Produkt/die Dienstleistung überhaupt finden, ohne eine Website mit einem Browser aufzurufen? - Gibt es strukturierte Produktdaten (Schema.org, JSON-LD, Google Merchant Feeds)? - Gibt es eine API, über die du den Katalog abfragen kannst? - Gibt es eine llms.txt oder ähnliche Agent-optimierte Beschreibung? - Oder musst du eine Website scrapen, PDFs parsen, oder einen Menschen anrufen?
**STUFE 2 — VERSTEHEN** Kannst du das Angebot mit Alternativen vergleichen? - Sind Preise strukturiert und aktuell verfügbar — oder "auf Anfrage"? - Sind Produktspezifikationen in maschinenlesbaren Formaten? - Gibt es standardisierte Kategorien und Attribute, die einen Vergleich ermöglichen? - Oder hat jeder Anbieter sein eigenes Format, seine eigenen Begriffe, seine eigene Logik?
**STUFE 3 — BEWERTEN** Kannst du die Qualität beurteilen? - Gibt es maschinenlesbare Bewertungen, Zertifizierungen, Rückgabequoten? - Gibt es verifizierbare Qualitätssignale — oder nur Marketing-Aussagen? - Wo liegt das Urteil im Taste-Bereich (subjektiv, erfahrungsbasiert), das du als Agent nicht leisten kannst?
**STUFE 4 — KAUFEN** Kannst du eine Transaktion auslösen? - Gibt es einen API-basierten Checkout oder programmatischen Bestellprozess? - Gibt es Unterstützung für Agent-Payment-Protokolle (Stripe ACP, Google UCP)? - Oder erfordert der Kauf manuelle Formulare, Rückrufe, Beratungsgespräche?
**ERGEBNIS:** Bei welcher Stufe bist du gescheitert? Das ist dein Agent-Readiness-Score: - Stufe 1: Du bist unsichtbar - Stufe 2: Du bist sichtbar, aber nicht vergleichbar - Stufe 3: Du bist vergleichbar, aber nicht bewertbar - Stufe 4: Du bist bewertbar, aber nicht kaufbar - Alle vier bestanden: Du bist Agent-ready
Dokumentiere für jede gescheiterte Stufe: - Ist das ein technisches Problem (lösbar) oder ein Geschäftsmodell-Problem (strategisch)? - Profitiert jemand davon, dass es so bleibt? Wer? - Was wäre die minimale Veränderung, die den größten Fortschritt bringt?

Output fließt weiter zu: Der Informationsasymmetrie-Check

Was der Prompt tut

Identifiziere, wo dein Geschäftsmodell auf Informationsvorsprung basiert -- und wie lange dieser Vorsprung noch hält, bevor Agenten ihn auflösen.

Wann nutzen

Für Geschäftsführung, Strategie-Teams und Vertriebsleitung, die verstehen wollen, welche Teile ihres Geschäftsmodells auf solidem Fundament stehen und welche auf erodierbarem Informationsvorsprung.

Was du bekommst

Eine Karte aller Informationsasymmetrien mit Haltbarkeits-Einschätzung und drei Szenarien für die Zukunft.

Analysiere das Geschäftsmodell von [UNTERNEHMEN] in [BRANCHE] auf seine Abhängigkeit von Informationsasymmetrie.
**SCHRITT 1: ASYMMETRIEN KARTIEREN** Für jede Stufe der Wertschöpfungskette: - Wo weiß der Verkäufer mehr als der Käufer? - Welche Information wird aktiv zurückgehalten (Preise, Verfügbarkeit, Qualität, Alternativen)? - Welche Information ist nicht zurückgehalten, sondern genuinely komplex (Mengenrabatte, SLAs, individuelle Konditionen)? - Unterscheide klar zwischen strategischer Opazität und legitimer Komplexität.
**SCHRITT 2: WERT DER ASYMMETRIE BEZIFFERN** Für jede identifizierte Asymmetrie: - Wie viel Marge hängt davon ab, dass der Käufer diese Information nicht hat? - Wie viel Umsatz hängt davon ab, dass der Käufer nicht einfach vergleichen kann? - Was würde passieren, wenn ein Agent diese Information morgen transparent machen könnte?
**SCHRITT 3: HALTBARKEIT EINSCHÄTZEN** Nutze das Taste/Specification/Evaluation/Terrain-Framework: - **Taste-geschützt:** Asymmetrien, die auf subjektiven Qualitätsurteilen basieren (Mode, Design, Atmosphäre). Haltbarkeit: lang, weil Agenten hier 38-49% Trefferquote haben. - **Spec-geschützt:** Asymmetrien, die auf der Schwierigkeit basieren, Anforderungen zu formulieren. Haltbarkeit: mittel, weil bessere Prompts/Specs die Lücke schließen. - **Terrain-geschützt:** Asymmetrien, die auf lokalem, informellem Wissen basieren ("so läuft das hier"). Haltbarkeit: lang, weil Terrain nicht in Datenbanken existiert. - **Nur-Opazität-geschützt:** Asymmetrien, die einzig auf dem Zurückhalten von Information basieren (Preise verstecken, Vergleiche erschweren). Haltbarkeit: kurz. Diese fallen zuerst.
**SCHRITT 4: SZENARIO-PLANUNG** - Szenario A: Ein Wettbewerber macht als erster die Agent-Schicht zugänglich. Was passiert? - Szenario B: Die Branche einigt sich auf einen Standard (wie es im E-Commerce gerade passiert). Was passiert? - Szenario C: Agent Commerce bleibt für deine Branche 5+ Jahre irrelevant. Was hast du trotzdem gewonnen, wenn du deine Daten strukturiert hast?
Sei ehrlich. Das Ziel ist nicht, Panik zu erzeugen. Das Ziel ist zu verstehen, welche Teile des Geschäftsmodells auf solidem Fundament stehen und welche auf einem Informationsvorsprung, der erodieren wird.

Output fließt weiter zu: Der Gebrauchtwagen-Test (für deine Branche)

Was der Prompt tut

Wende das mobile.de-Gedankenexperiment auf dein eigenes Produkt an -- konkret und ehrlich. Finde heraus, wo ein Agent an deinem Angebot scheitert.

Wann nutzen

Für Produktmanagement, Digital-Teams und Strategie, die ein konkretes Bild davon brauchen, wie Agent Commerce für ihr spezifisches Produkt aussieht.

Was du bekommst

Ein konkretes Szenario, das beschreibt, was passiert, wenn ein Agent dein Produkt kaufen will -- und wo genau er scheitert.

Führe den "Gebrauchtwagen-Test" für [PRODUKT/DIENSTLEISTUNG] durch.
Das Prinzip: Stell dir vor, ein Kunde beauftragt einen AI-Agenten, dein Produkt zu finden, zu bewerten und zu kaufen. Der Agent hat unbegrenzt Zeit, Zugang zum offenen Web, und die Fähigkeit, unstrukturierte Daten zu parsen (aber langsamer und fehleranfälliger als bei strukturierten Daten).
**PROBLEM 1: ZUGANG** - Kann der Agent dein Angebot finden, ohne deine Website visuell zu browsen? - Wie viel deiner Produktinformation steckt in Formaten, die ein Agent NICHT gut verarbeiten kann? (Bilder ohne Alt-Text, interaktive Konfiguratoren, Flash/JavaScript-Heavy UIs, PDFs) - Was müsste sich ändern, damit ein Agent Zugang hätte? - Wer in deiner Organisation müsste das entscheiden?
**PROBLEM 2: SPECIFICATION** Welche Kundenbedürfnisse lassen sich als maschinenlesbare Spec formulieren — und welche nicht? - Einfache Specs: Preis, Größe, Verfügbarkeit, Lieferzeit, technische Daten - Schwierige Specs: "Fühlt sich hochwertig an", "Passt zu unserem Markenauftritt", "Mein Team muss damit arbeiten können" - Wo liegt die Grenze zwischen dem, was ein Agent verarbeiten kann, und dem, wo ein Mensch entscheiden muss?
**PROBLEM 3: VERGLEICHBARKEIT** - Können deine Produkte mit Wettbewerbern verglichen werden — in einem standardisierten Format? - Nutzen deine Wettbewerber andere Kategorien, andere Begriffe, andere Maßeinheiten? - Gibt es einen Branchenstandard (wie Schema.org Product im E-Commerce), oder kocht jeder sein eigenes Süppchen?
**PROBLEM 4: TERRAIN** - Welches Wissen braucht ein Käufer, das in keiner Datenbank steht? - "Dieser Lieferant liefert immer zwei Tage zu spät." "Die günstigere Variante spart am Material." "In der Region ist der Preis unrealistisch niedrig." - Wo ist Terrain der entscheidende Faktor — und wo ist es eine Ausrede, um Intransparenz zu rechtfertigen?
**ERGEBNIS:** Beschreibe das Szenario in einem Absatz: Was genau passiert, wenn ein Agent versucht, dein Produkt zu kaufen? Wo scheitert er? Und: Ist das Scheitern in deinem Interesse — oder verlierst du dadurch Kunden, die du nie siehst?

Output fließt weiter zu: Der Timing-Kalkulator

Was der Prompt tut

Schätze realistisch ein, wann Agent Commerce für deine Branche operativ relevant wird -- basierend auf konkreten Signalen statt auf Hype.

Wann nutzen

Für Geschäftsführung, Board-Präsentationen und Investitionsentscheidungen, wenn du eine fundierte Einschätzung brauchst, ob du jetzt investieren sollst oder warten kannst.

Was du bekommst

Eine Signal-basierte Einschätzung mit klarer Empfehlung: jetzt investieren, Hygiene betreiben oder abwarten.

Bewerte den realistischen Zeitrahmen, in dem Agent Commerce für [UNTERNEHMEN] in [BRANCHE] operativ relevant wird.
"Operativ relevant" bedeutet: mindestens 5% des Umsatzes oder der Kundenkontakte werden durch Agent-Interaktion beeinflusst.
**SIGNAL-CHECK: Was spricht für eine schnelle Timeline (2-3 Jahre)?** - Sind deine Produkte standardisiert und preistransparent? - Haben Wettbewerber bereits Agent-kompatible APIs? - Sind Commerce-Protokolle (ACP, UCP) für deine Branche live? - Liegt die AI-Genauigkeit für deine Produktkategorie über 60% (Polymarket-Spektrum)? - Sind deine Kunden digital-affin und delegationsbereit?
**SIGNAL-CHECK: Was spricht für eine langsame Timeline (5+ Jahre)?** - Basiert dein Geschäftsmodell auf Beratung, Beziehung oder regulatorischer Komplexität? - Gibt es juristische Barrieren (Beratungspflicht, BaFin, KYC)? - Sind deine Produkte experience-basiert (Taste-dominant)? - Fehlen Branchenstandards für strukturierten Datenaustausch? - Blockieren dominante Plattformen den Agent-Zugang (wie Booking.com oder mobile.de)?
**SIGNAL-CHECK: Was spricht dafür, dass es nie relevant wird?** - Ist dein Produkt so individuell, dass kein Agent es spezifizieren kann? - Ist Terrain (lokales, informelles Wissen) der primäre Entscheidungsfaktor? - Sind die Transaktionskosten eines Agenten höher als der Nutzen (bei Produkten unter 10-20 EUR)?
**KALKULATION:** - Zähle die Signale. Mehr schnelle Signale → investiere jetzt in Grundlagen. - Mehr langsame Signale → investiere in Datenqualität als Hygiene, nicht als Strategie. - Mehr "nie"-Signale → investiere gar nicht in Agent-Readiness, konzentrier dich auf das, was dein Geschäft tatsächlich treibt.
**DER ENTSCHEIDENDE TEST:** Unabhängig vom Timing: Würde die Investition in strukturierte Produktdaten, API-Zugänge und maschinenlesbare Qualitätssignale auch OHNE Agent Commerce Wert schaffen? (Besseres SEO, bessere Partner-Integrationen, bessere interne Analytics?)
Wenn ja: Mach es. Die Agent-Readiness ist dann ein Bonus, kein Grund. Wenn nein: Warte. Die Infrastruktur wird klarer, bevor du investieren musst.